GESCHICHTE - Zimmerstutzenverein Weißenstein

Zimmerstutzenverein e.V Weißenstein
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GESCHICHTE

Chronik - Zimmerstutzenverein Weißenstein e.V

Die Chronik des Zimmerstutzenverein umfasst alle wichtigen Ereignisse des Vereins, angefangen von den Wurzeln der Weissensteiner Schützen, über die Wiedergründung nach dem zweiten Weltkrieg, hin zur heutigen Zeit.


Vereins Chronik
Am Albaufstieg, zwischen Fils- und Remstal, liegt in einem Seitental der Lauter das Städtchen Weißenstein. Die steilen Hänge des hufeisenförmigen Talbogens, gekrönt von Felsen und auf ihrer Hochfläche mit herrlichen Buchenwäldern bewachsen, geben dem Städtchen einen romantischen Rahmen. Einer der weißen Jurafelsen, der den östlichen Berghang überragt, hat dem heute um 2.800 Einwohner zählenden Städtchen wohl den Namen gegeben. Als beherrschendes Wahrzeichen ragt hoch am westlichen Talhang das Schloß empor, noch betont von der dicht darunter stehenden Barockkirche.
Weißenstein wird im Jahre 1241 erstmals urkundlich erwähnt. An der Stelle des heutigen Schlosses stand damals die Burg der Ritter von Weißenstein, unter deren Schutz dann der Ort heranwuchs. Im 14. Jahrhundert kamen Ort und Burg an die Herren von Rechberg. Sie förderten die Entwicklung des Ortes und erreichten seine Erhebung zur Stadt. Bereits im Jahre 1391 ist in einer Urkunde »Wissenstain das Städtlin« erwähnt. Durch zwei Stadttore gelangte man in den mit Mauer und Graben umschlossenen Herrensitz. Im 15. Jahrhundert wurde im Renaissancestil an der Stelle der Burg das Schloß erbaut, das dann im 17 Jahrhundert abermals verändert wurde. Seine Erker, Galerien und die vorgelagerte Terrasse bieten einen reizenden Blick auf das Städtchen.
Die durch einen Gang mit dem Schloß verbundene Kirche »Zu Maria Himmelfahrt« geht auf eine mittelalterliche Marienkapelle zurück. Um 1478 wurde sie im gotischen Stil als Pfarrkirche ausgebaut und um 1725 bis auf den gotischen Turm im Stil des Spätbarock umgestaltet. Im Inneren der Kirche ist bemerkenswert der Deckenstuck, mit seinen Laubgewinde tragenden Putten; die Deckengemälde des Konrad Huber aus Weißenhorn zeigen die Himmelfahrt Mariens, Christus am Brunnen, das Opfer des Abraham und die Kreuzigung Christi; die linke Seitenwand schmückt ein Kruzifix aus der Werkstatt des Jörg Syrlin, Ulm 1530; an den Chorwänden stehen schöne Grabmäler der Grafen von Rechberg.
Im Städtchen selbst gelten als Baudenkmale das alte und das neue Amtshaus, sowie das 1750 neu erbaute Brauhaus mit einem reich gestalteten, rechbergischen Wappen.
1806 kam Weißenstein an Bayern und 1810 an Württemberg. Im Jahre 1901 wurde das Städtchen durch den Bau der Nebenbahnlinie Süssen - Weißenstein an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Durch Zusammenschluß der früheren Gemeinden Nenningen und Weißenstein entstand 1974 die Stadt Lauterstein.
Nenningen wurde 1270 erstmals genannt, gehörte bereits im 14. Jahrhundert zum Territorium der Herren von Rechberg. Mit dessen Annektierung 1806 gelangte der Ort an Bayern, 1810 an Württemberg.
Den engen Beziehungen des Grafen Max Emanuel von Rechberg zum Bayerischen Hof und damit auch zu den dort tätigen Künstlern verdankt es Nenningen, daß es zu einem der ganz großen Werke der deutschen Plastik kam, zu der Pieta des Münchner Hofbildhauers Franz Ignaz Günther. Die monumentale Marienklage, die der Künstler noch 1774, ein Jahr vor seinem Tod, als sein letztes Werk schuf, ist in der Friedhofskapelle zu besichtigen.

   
Über 500 Jahre Weißensteiner Schützen
Wie die Chronik von Ulm berichtet, hatte bereits im Jahre 1463, also schon vor mehr als 500 Jahren, Wilhelm von Rechberg die Ulmer Schützen zu einem Freischießen nach Weißenstein eingeladen. Wahrscheinlich war es Wilhelm der III., der von 1459 bis 1506 zu Weißenstein residierte, und man kann als sicher annehmen, daß dieser Graf gerade an seinem Standort dem Schießwesen seine besondere Aufmerksamkeit schenkte. Freilich geschah dies nicht allein aus sportlichem Interesse. Die Schützengesellschaft diente damals zweifellos in erster Linie der Ertüchtigung der wehrfähigen Mannschaft, gewiß aber auch der Pflege der Geselligkeit und der Heimatliebe.
Es kann mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden, daß sich Weißensteiner Schützen auch an dem großen Armbrustschießen in Stuttgart beteiligt haben, das Herzog Christoph von Württemberg am 23. September 1560 veranstaltete. Im Gräflich Rechberg'schen Archiv findet sich auch eine »Ordnung der Büchsenschützen in der Herrschaft Weißenstein 1590«. Ein umfangreicheres Dokument ist die »Schützenordnung der Herrschaft Weißenstein von 1623«. Sie regelt in 46 Paragraphen sehr eingehend den Ablauf des Geschehens auf dem Schießstand. Einige dieser Vorschriften mögen folgen: »Erstlich ist ... unsers gnädigen Herrn erstlicher Bevelch. . ., daß ein jeder, deme ein Büchsen zu haben auferlegt oder sonst sich aigen Willens ... mit Bewilligen der Schützengesellschaft für ein Gesellen oder Schützen einschreiben laßt, alle Sonn- und Feyertag, wenn man Schüßt, erscheine und ohne notwendige Ursach und Geschäfften nit ausbleiben ... soll«. 15.) »Es soll auch kainer sein Büchß daheimbt laden, sondern erst aufm Stand bei Straf 6 Kreuzer ... 16.) »Item ... welchem die Bichs 3 malen versaget, der soll umb den Schuß kommen sein ...« 17.) »Es soll auch kein Schütz neben dem Stand in die Scheuben schießen bei Straf 6 Kreuzer.« 18.) »Item ... so ein Schütz eine versagete Büchs gegen andere Leuth hielte, der solle von der Herrschaft nach dem Belieben, und von dem Schützenmeister um 12 Kreuzer gestraft werden«. Sicher haben die Weißensteiner Schützen auch an dem Freischießen »mit gezogenem Rohr aufgelegt« teilgenommen, das die Schützengilde im benachbarten Donzdorf am 29. und 30. August 1768 abgehalten hat und das unter der Schirmherrschaft Sr. Hochfreiherrlichen Gnaden des Reichsfreiherr zu Hohenrechberg, Donzdorf, Weißenstein und Kellmünz stand.
Einen Einschnitt in der Geschichte der Schützengesellschaft brachten die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts. Wohl auf Anordnung Napoleons, vielleicht auch aus Anlaß der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, verfügte König Friedrich von Württemberg auf 1. Januar 1809 die Auflösung der örtlichen Schützengesellschaften. In der Verordnung heißt es u. a.: »Die Vorschriften unserer Landesordnung, daß jeder neue Ehemann und neu angenommene Bürger Gewehr und Hämisch zu tragen auferlegt und keinem dasselbe zu verkaufen oder zu verpfänden gestattet werden solle, haben für die Zukunft keine gesetzliche Kraft ...« - »Das Tragen eines Feuergewehres über Feld soll niemand gestattet werden, wenn es nicht vermöge seiner Dienstverhältnisse oder wegen auszuübender Jagdgerechtigkeit zusteht...« »Alle Gewehre aufs Rathaus!« war damals die Parole.
Doch der Nachfolger Friedrichs, König Wilhelm 1. von Württemberg, hob im Jahre 1817 diese Verfügung wieder auf. In den Gemeinden schritt man wieder zur Gründung von Schützengesellschaften, so in Donzdorf im Jahre 1819. Zweifellos ist dann auch in Weißenstein wieder eine Schützengilde gegründet worden, denn die Überlieferung weiß von einem Streit zwischen Donzdorfer und Weißensteiner Schützen aus den Jahren 1837 - 1839, der sogar bis vor das Amtsgericht Geislingen getragen wurde. Der Streit entstand bei einem Schießen anläßlich der Hochzeit des Hofgutsbesitzers Bernhard Emer zu Lützelalb am 12. Oktober 1836, zu dem auch die Donzdorfer Schützen eingeladen waren. Das Amtsgericht entschied dahin, den Streitfall »bis zum besseren Beweis« ruhen zu lassen. In der Streitsache ist ein Schützenmeister Lang von Weißenstein erwähnt.
Im Revolutionsjahr 1848 erhielten die Schützengesellschaften als Bürgerwehren wieder öffentlichen Charakter. Für sie galt: »Die Bürgerwehr hat die Bestimmung, die Wehrhaftigkeit der Staatsbürger zu fördern, Verfassung und Gesetzte zu schützen und die öffentliche Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten. In sämtlichen Gemeinden des Landes sind Bürgerwehren zu errichten. «

   
Bereits 1849 waren die Bürgerwehren verschwunden und die Schützengesellschaften traten wieder in ihren privaten Stand zurück. Im Verzeichnis der eingegangenen Ehrengaben für das 5. Deutsche Bundesschießen in Stuttgart 1875 wurde die Schützengesellschaft Weißenstein unter Ziffer 59 erwähnt. Gespendet wurden 12 Dessertmesser im Wert von 35 Mark. Im Jahre 1884 ist die Teilnahme der Weißensteiner Schützen an einem großen Freischießen der Donzdorfer Schützengilde bestätigt. In der Geislinger Zeitung vom 11. Juli 1885 wird von einem Erfolg des Weißensteiner Schützen Alois Blessing beim Landesschießen in Cannstatt berichtet. Dieser gewann ein halbes Dutzend silberner Esslöffel.
Irgendwie muß nun die Schützengesellschaft Weißenstein ihr Ende gefunden haben, denn Ende des Jahrhunderts erscheint in einem Protokoll der Zimmerstutzenverein Weißenstein, gegründet am 16. Oktober 1898. Es hatten sich 21 Mitglieder gemeldet, und man wählte bis zur ersten Generalversammlung eine provisorische Vorstandschaft, bestehend aus dem Vorstand, dem Vizevorstand, dem Kassier und 3 Ausschußmitgliedern. In vier Versammlungen beriet man über die Festsetzung der Statuten und den Ankauf von zwei Gewehren. Am 6. Januar 1899 fand im Gasthaus zum »Adler« eine Weihnachtsfeier mit Gabenverlosung statt. In der ersten Generalversammlung am 15. Januar 1899 im Gasthaus »Sonne« zählte man 37 Mitglieder. Die Vorstandschaft, an ihrer Spitze Alphons Nägele, wurde wiedergewählt und der Ausschuß auf 5 Mitglieder erweitert. Die Beratung der Vereinsangelegenheiten geschah in Monatsversammlungen und Ausschußsitzungen, die abwechselnd bei den Wirts-Mitgliedern stattfanden. Vereinslokal war das Gasthaus zur »Krone«, in dessen Saal das Schießen stattfand. Man schoß an jedem ersten und dritten Sonntag eines Monats. Die Fahnenweihe fand am 2. Juni 1901 bei herrlichem Wetter statt. Morgens um 5 Uhr war Tagwacht mit Böllerschießen und Musik. Am Vormittag folgte die Weihe der neuen Fahne in der Kirche. Anschließend empfing man die geladenen Vereine und schritt zum Preisschießen im Lokal »Krone«. Um 2 Uhr setzte sich der Festzug zum Festplatz in Bewegung. Vorstand Nägele begrüßte die Gäste, die Festrede hielt Hauptlehrer Sauter und die Übergabe der Fahne erfolgte durch die Festkönigin, Fräulein Maria Merkle. Jetzt bewegte man sich in frohem Tanz auf dem Festplatz. Schließlich hielt auch noch Stadtschultheiß Hänle eine Ansprache, und um 8 Uhr abends marschierte man vom Festplatz zum Bankett im Löwensaal.
In der Generalversammlung von 1902 wählte man Reinhold Weiermüller als Fähnrich. Am 8. November 1903 fand das erste vereinsinterne Preisschießen statt, an dem sich 33 Mitglieder beteiligten. Vorstand Alphons Nägele errang den 1. Preis. Das Vereins-Preisschießen fand solchen Anklang, daß man beschloß, es alljährlich abzuhalten. Im Jahre 1906 wurde vom Verein ein neues Gewehr beschafft. Am 12. Juli 1908 besuchte man das Preisschießen in Bartholomä. Zur Beaufsichtigung des Schießens und zur Instandhaltung der Gewehre wurde in der Generalversammlung von 1909 erstmals ein Schützenmeister gewählt; es war Anton Schleicher.
Bisher waren die Jahre unter der ständigen Leitung von Alphons Nägele in schönem Einvernehmen dahingegangen. Im Jahre 1909 machten sich jedoch gewisse Spannungen bemerkbar. Auf dem am 25. Juli abgehaltenen Waldfest kam es zwischen Mitgliedern zu Streitigkeiten. Die Mitglieder wurden zurechtgewiesen, worauf sie ihren Austritt erklärten. In der Generalversammlung vom 13. Februar 1910 kam es erneut zu Spannungen. Während seither der 1. Vorstand meist durch Akklamation gewählt wurde, fand diesmal eine Abstimmung statt, bei der es zu Stimmengleichheit zwischen Alphons Nägele und August Veit kam. Auch der seitherige Kassier wurde abgewählt. Nägele erklärte erregt, er nehme die Vorstandschaft nur wieder an, wenn auch der alte Kassier bleibe. Bei der Wiederholung der Wahl wurde nun auch Nägele abgewählt. An seiner Stelle wurde August Veit 1. Vorstand und Gebhard Widmann Kassier und Schriftführer. Nägele wurde zwar im Jahre 1911 als Vorstand wiedergewählt, lehnte aber ab. Das Vereinsgeschehen nahm jedoch ohne Beeinträchtigung seinen Fortgang. Im Sommer 1911 beteiligte sich der Verein an einem Preisschießen in Altenstadt. Georg Kümmel wurde mit der Erstellung eines Gewehrkastens beauftragt, und am 29. Oktober 1911 fand in Weißenstein ein Gans- und Entenschießen statt, zu dem auch auswärtige Vereine eingeladen waren. An der Generalversammlung 1912 hatte der Verein 45 Mitglieder.
Im April 1912 kam es zu Verstimmungen mit dem Kronenwirt, der an einem Schießtag seinen Saal einer Versammlung des Arbeitervereins zur Verfügung gestellt hatte. Trotz Vermittlungsversuchen bestanden die Mitglieder auf einem Wechsel des Schießlokales, und in der Monatsversammlung vom 28. April 1912 wurde als neuer Ort für das Schießen der Saal des Gasthauses zur »Sonne« gewählt.  

   
Der Umzug erfolgte am Montag, dem 29. April. Am 6. Juni 1912 wurde beschlossen, »ein Fahnenband anzuschaffen, damit unsre Fahne etwas zierlicher aussehe ...« In den Jahren 1912 und 1913 kam es mehrfach zu kritischen Situationen. Die Versammlungen und Schießtage waren im allgemeinen schlecht besucht. Doch am 12. Oktober 1913 fand wieder ein harmonisch verlaufendes Preisschießen statt, an dem 28 Mitglieder teilgenommen hatten, und von der Generalversammlung vom 11. Januar 1914 wird berichtet, daß sie »mit einigen Liedern und einem Faß Freibier in bester Stimmung verlief« »In gemütlicher Stimmung« verlief auch »bei 2 Glas Bier und Bratwurst« am Fastnachtsdienstag der Kappenabend in der »Krone«. Das Vereinsleben scheint wieder Auftrieb zu bekommen. Weißenstein will bei der Fahnenweihe in Treffelhausen die Patenschaft übernehmen und ein Fahnenband stiften. Es will sich am 10. Mai am Schießen in Donzdorf beteiligen, ebenso an der Fahnenweihe in Reichenbach. An der am 1. Juni stattfindenden Fahnenweihe des Zimmerstutzenverein Straßdorf übernimmt Weißenstein ebenfalls die Patenschaft. Am 17. Mai 1914 beschließt man noch die Beschaffung von Vereinshüten; sie wurden in der Monatsversammlung am 31. Mai ausgeteilt.
Inzwischen brach der 1. Weltkrieg aus, und 5 Mitglieder des Zimmerstutzenvereins wurden sofort einberufen. Die Monatsversammlungen beschäftigten sich vorwiegend mit der Verschickung von Liebesgaben an die im Felde stehenden. Als erster war Anfang 1915 Kassier Boser den Heldentod fürs Vaterland gefallen. Zur Generalversammlung am 25. März 1917 waren 9 Mitglieder erschienen; 23 seien zum Militär einberufen. Die Protokolle enthalten keine weiteren Angaben über Kriegsverluste.
Nachdem man während des Krieges das Unterhaltungsschießen geübt hatte, trat nach dem Kriege wieder das Sportliche mehr in den Vordergrund. Im Juni 1919 wurden die rückständigen Ehrenscheiben herausgeschossen. Am 19. Oktober wird ein Schreiben des Schützenvereins Donzdorf verlesen, in dem dieser die Gründung eines Schützengaues vorschlägt. Weißenstein schickt 4 Vertreter zu einer Besprechung am 26. Oktober. In der Monatsversammlung vom 16. November 1919 sind von 37 Mitgliedern 9 anwesend. Sie beschließen »nach langer Beratung«, in den Gau einzutreten, »dass wieder mehr Leben und Energie in den Verein kommt«. In der Versammlung am 22. Februar 1920 werden 12 neue Mitglieder aufgenommen. Man beschloß, mit sämtlichen Vereinsmitgliedern in eine Haftpflichtversicherung einzutreten. Am 9. Mai 1920 gab der Vorstand Bericht über die Gau-Ausschußsitzung. Der Gau besteht aus 5 Vereinen: Donzdorf, Reichenbach, Ottenbach, Weißenstein und Treffelhausen. Der Jahresbeitrag beträgt 15 Mark. Jedes Jahr im Mai soll ein Gauschießen abgehalten werden, und das erste fand gleich im Mai 1920 in Donzdorf statt. Für Weißenstein fiel es schlecht aus. Der Vorstand meinte, beim nächsten Gauschießen müsse es heißen: "Die Letzten werden die Ersten sein." Der Verein zählte jetzt 52 Mitglieder. Auf dem Programm von 1920 standen noch ein Waldfest und eine Christbaumfeier.
Ende 1920 ließen die Schußleistungen immer mehr zu wünschen übrig, und man kam zur Überzeugung, daß man einen neuen Stutzen kaufen müsse. Zur Generalversammlung am 30. Januar 1921 erschien dann der Stuttgarter Büchsenmeister Epple mit einem neuen Stutzen. Er sollte 750 Mark kosten. Für die beiden alten bot Epple 40 Mark. Nach längerer Aussprache kaufte man den neuen Stutzen um 750 Mark, beschloß aber, die beiden alten zu behalten. Alphons Nägele, der bisher Gauvorstand gewesen war, trat von diesem Posten wieder zurück.
Schon länger war man mit dem Schießlokal in der »Sonne« wegen der schlechten Sichtverhältnisse unzufrieden. Man berät mehrmals über einen Wechsel. Im Mai 1921 erklärt sich der Wirt zur »Sonne« bereit, eine bauliche Veränderung vorzunehmen. So will man auf einen Lokalwechsel verzichten. Langsam macht sich auch die Inflation bemerkbar und die Beiträge werden nochmals erhöht. Man beschloß auch, nach zehnjähriger Mitgliedschaft die Ehrenmitgliedschaft folgen zu lassen. Statt einer im Jahr 1923 fällig gewesenen Feier zum 25jähiigen Bestehen des Vereins wurde nur ein Waldfest abgehalten. Offenbar hatte während der Inflation der Vereinsgeist merkbar gelitten. Die Vorstandschaft hatte 1923 gewechselt. Versammlungen waren schlecht besucht. So beschloß man am 4. Mai 1924 das Schießen wieder regelmäßig am 1. und 2. Sonntag jeden Monats abzuhalten.

   
Am 3. Mai 1925 findet das Gauschießen in Weißenstein statt. Der Zimmerstutzenverein setzt seine Ehre darein, alles zum Besten vorzubereiten. In der Monatsversammlung am 26. April 1925 werden die notwendigen Funktionen an die einzelnen Mitglieder verteilt. 8 Schießstände mit Bedachung standen für die Gäste bereit. Der Gauvorstand sprach bei der Eröffnung dem festgebenden Verein seine beste Anerkennung aus. Trotz starker Konkurrenz konnten einige Vereinsmitglieder erste Preise erringen. Die 15köpfige Schützengruppe des Vereins erhielt beim Gruppenschießen den 4. Platz.
Die Generalversammlung vom 20. Februar 1926 brachte wieder die Lokalfrage auf den Tisch und schließlich wurde wieder in das Gasthaus »Krone« umgezogen, dessen Saal bereits von 1898 bis 1912 als Schießstätte gedient hatte. Der Höhepunkt des Jahres war das Scharfschießen am 26. September 1926, an dem auch der Schützenverein von Böhmenkirch teilnahm. 44 eigene Schützen beteiligten sich an dem Preisschießen, bei dem allerdings Frank von Böhmenkirch mit 48 Ringen den 1. Preis holte. Ihm folgte mit 42 Ringen Vorstand Geiger von Weißenstein. Beim Gauschießen in Reichenbach hatte die Vertretung von Weißenstein einen 3. Preis errungen. Weiter sollte nach dem Muster der Schützengesellschaft Cannstatt ein Winterschießen stattfinden, das über 13 Serien an 13 Sonntagen bis 27. März 1927 ablaufen soll.
Im Jahre 1928 trat der Verein in den Schützenbund Stuttgart ein. Man erwägt eine Vereinigung von Schützen- und Kriegerverein. Zwar war das Preisschießen am 10. November 1929 mit 20 Schützen »sehr gut« besucht, doch beklagt der Vorstand an der Generalversammlung von 1930 das »schlechte Interesse der Schützenbrüder«. Bei der Generalversammlung von 1931 waren nur 11 Mitglieder anwesend. In den Jahren 1930 - 1933 haben auch kaum mehr Monatsversammlungen stattgefunden. »Soll der Verein so weiterbestehen?« heißt es im Protokoll einer Ausschußsitzung vom 20. November 1932. Zweifellos liegt der Grund für diese Entwicklung im Aufkommen der nationalsozialistischen Bewegung im Anfang der dreißiger Jahre. 1933 hören die Protokolle der Zimmerstutzengesellschaft ganz auf. Das letzte Protokoll der Generalversammlung vom 28. Januar 1933, die von 12 Mitgliedern besucht war, nennt als Punkt 1 Zusammenschluß des Schützen- und Kriegervereins.
Die Herren Eduard Gualdi und Bernhard Nagel hatten am 8. November 1953 alle Freunde des Schießsports, sowie die einstigen Mitglieder des ehemaligen Zimmerstutzenvereins Weißenstein zu einer Besprechung im Gasthaus zum »Adler« eingeladen. Eduard Gualdi machte den Erschienenen den Vorschlag, in Weißenstein wieder den Zimmerstutzenverein zu neuem Leben zu erwecken. Diesem schlossen sich 30 Schützenfreunde an und die frühere Fahne wurde als Vereinsfahne übernommen. Zum Schützenmeister wählte man Eduard Gualdi, zu seinem Stellvertreter Bernhard Nagel. Kassier wurde Otto Rieger, Schriftführer Josef Ritz, Zeug- und Schießwart Hermann Schömbucher. Die Generalversammlung am 16. Januar 1954 bestimmte das Gasthaus »Adler« als Vereinslokal, den Freitag als Schießtag. Am 28. April 1954 fand in der Turnhalle ein Vergleichsschießen mit dem Schützenverein Gussenstadt statt, bei dem die Gäste nur knappe Sieger waren. Ein wohlgelungenes Schützenfest war das Eröffnungsschießen am 13. Juni 1954, das auch von Gastvereinen besucht war.
Das Vereinsjahr 1956 begann mit einem Königsschießen am 8. Januar. Das Messelstein-Gauschießen fand am 20. Oktober 1957 bei guter Beteiligung der Gauvereine in Weißenstein statt. Unter den im Laufe der Jahre abgehaltenen Veranstaltungen erfreute sich das alljährliche Königsschießen besonderer Beliebtheit. Hier wurde der örtliche Schützenkönig bestimmt. Von Anfang an hatte der Verein auch eine Jugendabteilung für Jungen von 14 bis 18 Jahren.
Im Jahre 1959 beginnen die Beratungen über den Bau eines Schützenhauses. Im Mai 1961 konnte Richtfest gefeiert werden, und am 10. September 1961 fand in dem neuen Schützenhaus bereits das Gauschießen statt. Am 21. und 22. Juli 1962 erfolgte dann die Schießhauseinweihung unter Beteiligung der örtlichen Vereine und zahlreicher Gäste.

   
Am 4. August 1963 wurde Bernhard Nagel mit 95 Ringen Gau-Schützenkönig des Messelstein-Gaues in Reichenbach. Gebührend gefeiert wurde am 17. September 1963 auch der 60. Geburtstag des langjährigen Vorstands und Oberschützenmeisters Lukas Stippl. Seit 1957 stand er an der Spitze des Vereins. Bei der Feier konnte der zweite Vorstand Bernhard Nagel neben dem Jubilar und seiner Gattin noch Stadtpfarrer Hahn, Bürgermeister Weiser, die Herren Stadträte, Gauschützenmeister Gröner, den Landtagsabgeordneten Ilg, die Vorstandschaft des Liederkranzes, des Turnvereins, des Musikvereins, des Albvereins, der Feuerwehr, sowie die Schützenkameraden als Gratulanten begrüßen. Lukas Stippl stiftete einen Wanderpokal für die Jugend.
Im Jahre 1964 werden die Leistungen des Vereins gegenüber den Mitgliedern festgesetzt: Beim Begräbnis eines Mitglieds soll mit der Fahne teilgenommen werden; bei der Hochzeit wird ein Geschenk überreicht, bei der Taufe wird nur bei einem Buben geschossen. Am Königsschießen 1967 beteiligten sich 54 Schützen, und Bernhard Nagel wurde Schützenkönig mit 94 Ringen. In der Hauptversammlung von 1968 wurde Hansi Tengler zum Jugendleiter gewählt. Anfang 1969 zählte man 30 Jungschützen. Auch die Schießleistungen der Jungschützen sind beachtlich. Bei einem Jugend-Rundenvergleichsschießen, an dem 33 Vereine beteiligt waren, belegten sie den 4. Platz. Im selben Jahr werden die persönlichen Beziehungen weiter vertieft. Zu jedem 50. Geburtstag soll eine Ehrenscheibe herausgeschossen werden, ebenso zum 60., 65., 70., 75. und 80. Geburtstag, zu den letzteren Geburtstagen soll noch ein Geschenk überreicht werden.
In der Hauptversammlung des Jahres 1970 kann der Vorstand die guten Schießleistungen der Mitglieder hervorheben. Die große Aufgabe des Vereins für das kommende Jahr sei der Bau von 5 Pistolenschießständen sowie eines Schnellfeuerpistolenstandes. Bei der Jahresversammlung von 1971 erfährt man, daß für die Pistolenschießstände bereits 2028 freiwillige Arbeitsstunden geleistet worden seien. Auch von den Gemeinden seien Holzspenden gewährt worden und zwar von der Gemeinde Weißenstein 15,15 fm, von der Realgemeinde Weißenstein 3,15 fm und von der Gemeinde Degenfeld 5,4 fm.
Bei einem Einbruch ins Schützenhaus vom 27. auf 28. März 1972 belief sich der Sachschaden, der allerdings durch Versicherung gedeckt war, auf rund 500,-DM.
In den Vereinsversammlungen stehen jetzt die Beratungen über die Gestaltung der Feier des 75jährigen Bestehens des Vereines im Vordergrund. Vom 25. August 1973 bis 2. September 1973 feierten die Weißensteiner Schützen ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum. 272 Schützen hatten sich an den 4 Schießtagen zum sportlichen Wettbewerb eingefunden. Es standen am Festplatz »an der Au« den Schützen 30 Luftgewehrstände zur Verfügung. Der Zimmerstutzenverein hatte Preise im Gesamtwert von 10.000,-DM zur Verfügung gestellt, u. a. eine Saga-Nerz-Abendjacke, Farbe nach Wunsch, im Wert von 2.500,- DM, ein tragbares Fernsehgerät im Wert von 550,- DM, ein Walther-Luftgewehr im Wert von 532,- DM sowie viele weitere wertvolle Sach-, Geld- und Mannschaftspreise. Während bereits am 25. und 26. August geschossen wurde, erfolgte der Fassanstich, unter Mitwirkung der Stadtkapelle Weißenstein, am Freitag, den 31. August im Festzelt. Am Samstag fand ein großer bunter Abend unter Mitwirkung bekannter Künstler statt. Es wirkten mit Ernst Romminger, Schwäbischer Humorist, die zwei Jokaris aus Ludwigshafen mit ihrer Hebe-Akrobatikschau, das Duo Roselli, die drei Dinardis aus Essen mit ihrer Blumenrevue, Christen Ulrich aus der Schweiz mit seinem Alphorn sowie der junge Schlagerstar Michaela Mancini. Zum Tanz spielte die Kapelle Kurt Rau. Um 6 Uhr war dann am Sonntag, 2. September, die Tagwacht. Ulrich Christen blies auf seinem Alphorn und sechs Böllerschüsse erklangen. Zum Frühschoppen unterhielt wieder die Stadtkapelle Weißenstein. Während des Nachmittags fand ein großes Ballonwettfliegen statt. Vor der Siegerehrung des Jubiläumsschießens konnte Lukas Stippl fünf Veteranen, nämlich Alfons Geiger, Josef König, Alois Ölkuch, Karl Weiermüller und Bernhard Wiedmann, einen Erinnerungstaler überreichen. Zu den Veteranen zählte noch Albert Ölkuch, ihm war es aber wegen Krankheit nicht möglich, zu dieser kleinen Ehrung persönlich zu erscheinen. Karl Bauer als ältestes Vereinsmitglied erhielt ebenfalls einen Erinnerungstaler. Bürgermeister Mangold fragte in seiner Ansprache, ob es überhaupt noch zeitgemäß sei, Tradition zu pflegen und Feierlichkeiten zu begehen. Tradition zu pflegen heiße, nicht an vergangene Zeiten zu denken und Orden an die Brust zu hängen, sondern Ansporn zu neuer Arbeit zu geben.

   
Im Namen der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft von Weißenstein übergab er auch noch ein kleines Geldgeschenk. Konrad Boser hatte als Abgesandter der Weißensteiner Vereine die ehrenvolle Aufgabe, Oberschützenmeister Lukas Stippl eine Ehrentafel zu überreichen. Bei seiner kurzen Ansprache erwähnte er, daß der Zimmerstutzenverein der stärkste Verein im Städtchen sei und die Kameradschaft und der Vereinsidealismus noch großgeschrieben werde. Das beweise der Bau des Schützenhauses (1961/1962), sowie zehn Jahre später der Bau des Pistolenstandes. Alles sei in freiwilligen Arbeitsstunden erfolgt. Er meinte weiterhin, daß viele Vereinsvorstände glücklich wären, wenn sie auch nur einen Teil der Idealisten hätten, wie sie der Schützenverein habe.
Beim Königsschießen am 18. November 1973, wurde Bernhard Nagel zum dritten Male Schützenkönig. Er brachte beim 10-Schuß-Luftgewehrprogramm mit 92 Ringen das höchste Ergebnis. Walter Nägele, der bisherige Schützenkönig, mußte sich mit 90 Ringen klar geschlagen geben und belegte den 2. Platz. Dieses Ergebnis hatte niemand erwartet. Bernhard Nagel wurde nämlich im vergangenen Jahr Zweiter mit 90 Ringen nach Walter Nägele mit 92 Ringen.
Bei der Ausschußsitzung am 20. Januar 1974 konnte Lukas Stippl berichten, daß von der Gemeinde die Rechnung für das Schützenhausgrundstück zwischenzeitlich eingegangen ist und bereits bezahlt ist. Das Grundstück, auf dem das Schützenhaus erbaut wurde, gehört nun dem Zimmerstutzenverein.
Bei der Generalversammlung am 23. März 1974 ging Lukas Stippl bei seinem Bericht besonders auf das 75-jährige Bestehen des Zimmerstutzenvereins e. V. ein. Er dankte nochmals allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Walter Nägele, Albert Weiler und Manfred Wess wurden bei der Versammlung für besondere Leistungen anläßlich des 75-jährigen Jubiläums mit der goldenen Vereinsehrennadel ausgezeichnet.
Beim Messelsteingauschießen 1974 in Wißgoldingen wurde Hansi Tengler mit 139 Ringen Schützenkönig des ehemaligen Messelsteingaues.
In Ausgabe Nr. 41 des Mitteilungsblattes der Stadt Lauterstein vom 11. Oktober 1974 erschien folgende Bekanntmachung: »An alle Vereine. Aus gegebenem Anlaß möchten wir alle Vereine darauf hinweisen, daß die Katholischen Pfarrämter als auch die Ortspolizeibehörde auf die Einhaltung und Wahrung der Sonntagsruhe und besonders auf die Gewährung eines störungsfreien Ablaufes der Gottesdienste größten Wert legen. Vor allem sollten während der Hauptgottesdienste keine Vereinsveranstaltungen stattfinden. Wir bitten die Vereine hierfür um Verständnis. Bei Nichteinhaltung sehen wir uns leider gezwungen, geeignete Maßnahmen gegen die betreffenden Vereine zu unternehmen. Bürgermeisteramt, Ortspolizeibehörde
Hierzu ist im Protokollbuch folgendes vermerkt: Dieser Hinweis an die Vereine ging vom katholischen Pfarrer aus und ist darauf zurückzuführen, daß wir mit unserem KK-Vereinsschießen um 9.00 Uhr begonnen haben.
Beim Königsschießen am 27 Oktober 1974 wurde Walter Nägele mit 93 Ringen zum dritten Male Schützenkönig. Beim Geburtstags- und Weihnachtsschießen am 15. Dezember 1974 gelang Bernhard Nagel ein Meisterschuss. Bernhard Nagel erzielte mit dem Luftgewehr auf die Blattlscheibe einen »0«Teiler. Dies war der zweite Null-Teiler, der von einem Weißensteiner Schützen erzielt wurde. Der 1. Null-Teiler wurde 1965 beim Gauschießen in Deggingen von Wendelin Maichel erzielt.
Beim Treffen des ehemaligen Messelsteingaues in Weißenstein am 26.10.1975 beteiligten sich 85 Schützen. Bernd Donnert wurde am 30.11.1975 neuer Schützenkönig mit dem Luftgewehr. Er erzielte 91 Ringe.
Bei der Hauptversammlung am 20. März 1976 konnte Lukas Stippl berichten, daß Walter Nägele beim Kreisschießen in Bartenbach Schützenkönig wurde. Schützenkönig des Zimmerstutzenvereins e. V. wurde 1976 Heini Kuderer mit 91 Ringen.

   
Bei der Ausschußsitzung am 2.04.1977 ging es um den Anschluß des Schützenhauses an die Wasser- und Abwasserversorgung der Stadt Lauterstein. Durch Bürgermeister Mangold wurde darauf aufmerksam gemacht, daß die Zufahrt zum Freibad asphaltiert wird. Dies bedeutet für den Verein, daß, wenn der Wasseranschluß zum Schützenhaus zu einem späteren Zeitpunkt gemacht wird, die Asphaltdecke wieder aufgerissen werden muß. Es wurde deshalb beschlossen, daß die Kanalisation sofort durchgeführt wird.
Am 18. und 19. Juni 1977 wurde das KK-Schießen der Vereine aus Lauterstein, verbunden mit einem Hammellauf, durchgeführt. Hierzu ist aus dem Protokoll folgendes zu entnehmen: »Obwohl das Wetter am 18. Juni mit den Schützen kein Mitleid hatte und wegen der Wolkenbrüche das Gartenfest ins Schützenhaus verlegt werden mußte, war der Sonntag ein voller Erfolg. Strahlender Sonnenschein verhalf dazu, daß sich beim Hammellauf fast 90 Personen beteiligten. Der glückliche Gewinner war der kleine Edelmann (Aussiedlerhof). Beim KK-Schießen erzielte der >Stammtisch Bettschoner< nicht wie in der Zeitung angegeben 368 Ringe, sondern 378 Ringe.«
Bernhard Nagel wurde beim Königsschießen am 14. August 1977 mit 93 Ringen zum vierten Male Schützenkönig.
Bei der Hauptversammlung am 18. März 1978 wurde die Vergrößerung des Schützenhauses angesprochen. Vorrang hat hier der Anbau einer Küche und die Vergrößerung der WC-Anlage. Von der Hauptversammlung wurde beschlossen, daß die Vorstandschaft entsprechend planen kann. Weiterhin wurde bei der Hauptversammlung noch angesprochen, daß der Wasseranschluss des Schützenhauses an die örtliche Kanalisation, im vergangenen Jahr durchgeführt, 11.000,- DM gekostet hat. Dank der vielen freiwilligen Helferstunden war der Anschluß zu diesem Betrag möglich.
Bei der Hauptversammlung am 3.03.1979 gab Oberschützenmeister Lukas Stippl bekannt, daß er sich für das Schützenmeisteramt nicht mehr zur Wahl stelle. Nachfolger von Lukas Stippl, der das Amt vom 7.04.1957 bis 3.03.1979 innehatte, wurde Anton Küchle. Die erste Amtshandlung des neuen Oberschützenmeisters war, Lukas Stippl zum Ehrenvorstand zu ernennen.
Schützenkönig am 19.08.1979 wurde Klaus Bayer mit dem Rekordergebnis von 96 Ringen. Eine Versammlung der aktiven Schützen am 15.12.1979 im Schützenhaus wurde mit einer schweren Nachricht überschattet. Anton Küchle gab den Tod des Vereinsmitgliedes Kurt Nägele bekannt.
Bei der Hauptversammlung am 9.03.1980 mußte Oberschützenmeister Anton Küchle bekannt geben, daß die gekauften drei Überhänge für die Fahnenabordnungen bei einer traurigen Angelegenheit der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die drei Überhänge wurden nämlich erstmals bei der Beerdigung des Schützenkameraden Harald Schäfer verwendet. Zum Schießleiter wurde Hansi Tengler gewählt. Die Schützenkameraden Johann Tengler und Bernhard Nagel erhielten eine Ehrenurkunde für langjährige und treue Dienste.
Beim Königsschießen am 27. und 28.09.1980 wurde Walter Nägele mit 95 Ringen zum vierten Male Schützenkönig.
Aus dem Protokoll der Ausschußsitzung vom 6. 12. 80 ist zu entnehmen, daß bereits ein Angebot für die Einbauküche vorliegt. Der Küchenanbau steht also kurz vor der Vollendung.
Bei der Ausschußsitzung vom 22. Mai 1981 konnte die neue Küche eingeweiht werden. Im Protokoll wurde zu dieser Sitzung folgendes festgehalten »Wegen Abwesenheit des Oberschützenmeisters Anton Küchle bei der von ihm einberufenen Ausschußsitzung wurde folgender Beschluß gefaßt: De Vorstand wird verurteilt zur Zahlung von fünf Flaschen Wein. Er wird um Stellungnahme bzw. um stillschweigende Zahlung bis zur nächsten Ausschußsitzung gebeten.«
Beim Königsschießen am 28. und 29.11.1981 konnte Manfred Wess, der 95 Ringe erzielte, zum dritten Male die Königskette in Empfang nehmen.

   
Bei der Hauptversammlung vom 27.02.1982 konnte Oberschützenmeister Anton Küchle berichten, daß der Küchenausbau, Heizungsanlage und WC-Ausbau bisher 37.000,- DM an Kosten verursacht habe.
Nachdem Richard Bayer sein Amt als zweiter Vorsitzender zur Verfügung stellte, konnte hierfür Hubert Ziller gewonnen werden. Richard Bayer, der das Amt des zweiten Vorsitzenden seit 25.02.1967 innehatte, erhielt einen Schützenkrug. Für 10-jährige Schriftführertätigkeit erhielt Manfred Wess ebenfalls einen Schützenkrug.
Nachdem der Küchenumbau soweit abgeschlossen ist, geht es, sobald wieder Geld in der Kasse ist, mit der Schießstanderweiterung weiter.
Beim Königsschießen im November 1982 wurde Dieter Kaiser mit 97 Ringen Schützenkönig.
Bei der Hauptversammlung am 19.02.1983 erhielt Walter Nägele für seine zehnjährige Tätigkeit als Kassenverwalter einen Zinnteller.
Anläßlich seines 80. Geburtstages erhielt Ehren-Oberschützenmeister Lukas Stippl die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Dem Mitteilungsblatt der Stadt Lauterstein konnte hierzu folgendes entnommen werden: »Lukas Stippl, vom 7 April 1957 bis zum 3. März 1979 1. Vorsitzender und Oberschützenmeister des Zimmerstutzenverein e. V. Weißenstein, konnte am vergangenen Samstag in körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag feiern. Der Jubilar, am 17.09.1903 in Zinolten geboren (damals noch zu Österreich und Ungarn gehörend), hat ein bewegtes Leben hinter sich. Nach russischer, amerikanischer und englischer Gefangenschaft kam er im August 1946 nach Weißenstein. Durch die Familienzusammenführung des Roten Kreuzes folgten im März 1947 seine Frau und seine drei Kinder. Als gelernter Molkereifachmann war er anschließend 21 Jahre bei der Südmilch AG beschäftigt. Als am 8. November 1953 alle Freunde des Schießsports sowie die einstigen Mitglieder des Zimmerstutzenvereins Weißenstein zu einer Besprechung im Gasthaus »Adler« eingeladen waren, war auch der Jubilar dabei. Bereits dreieinhalb Jahre später übernahm Lukas Stippl für 22 Jahre die Vereinsführung. Während seiner Tätigkeit als 1. Vorsitzender und Oberschützenmeister des Zimmerstutzenvereins Weißenstein entwickelte sich der Verein zu einer Größe von 150 Mitgliedern. Bereits 1959 wurde dank der Initiative von Lukas Stippl mit der Beratung über den Bau eines Schützenhauses begonnen. Bereits 1961 wurde das Richtfest gefeiert und im Juli 1962 folgte die Einweihung. Jede freie Minute verbrachte der Jubilar beim Schießhausbau. 2.000 Stunden waren sein persönlicher Einsatz beim Bau seiner zweiten Heimat. 1962 folgte die Planung von Kleinkaliberständen und 1970 wurde ein Pistolenstand gebaut. Trotz seines persönlichen Einsatzes als 1. Vorsitzender des Zimmerstutzenvereins hatte er noch genügend Zeit, weitere verschiedene Ehrenämter auszuüben. Der Jubilar war 17 Jahre Mitglied des Gemeinderates und ist seit 20 Jahren Seuchenwart der Imker. Für die Tätigkeit als Seuchenwart erhielt er am 15.04.1978 die Ehrennadel in Gold vom Deutschen Imkerbund.
Viel Zeit opferte der Jubilar auch in der Jugendarbeit des Vereins. Ein großer Stolz waren seine Jungschützen, die sich Anfang der 60er Jahre dem Verein anschlossen und auch noch heute als aktive Schützen dem Verein die Treue halten. Voller Freude wird heute noch in der Vereinsgaststätte erzählt, wie der Jubilar den damaligen Jungschützen die Gewehrhaltung gezeigt und die Jugendlichen auch zu den Veranstaltungen der benachbarten Vereine mitgenommen hat. Die damaligen Jungschützen wurden von ihm nicht nur gelobt sondern auch gescholten (wenn sie es verdient hatten). Der Jubilar hatte sich sicher nicht immer dabei an seine Jugendstreiche erinnert. Er schoß nämlich mit 13 Jahren sein erstes Reh, was ihm eine Tracht Prügel einbrachte. Nicht nur innerhalb des Vereins wird der Jubilar verehrt und geachtet. Auch weit über den Kreis hinaus ist sein Name auch heute noch ein Begriff.

   
Trotz seines hohen Alters besucht der Jubilar auch noch heute regelmäßig sein Schützenhaus. Und so kann es auch nicht anders sein, daß seine Geburtstagsfeier im Schützenhaus stattgefunden hat. Die Geburtstagsfeier verlief im harmonischen Rahmen. Neben zahlreichen Gratulanten, u a. Pfarrer Straub, Bürgermeister Mangold und eine Abordnung des Schützenvereins, war eine zahlreiche Verwandtschaft, die aus dem ganzen Bundesgebiet anreiste, anwesend. Den weitesten Weg hatte die älteste Tochter des Jubilars. Sie kam mit ihrem Gatten aus Montreal/Kanada. Bürgermeister Mangold überbrachte im Auftrag von Ministerpräsident Lothar Späth die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Die Nadel wird für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Bürgermeister Mangold erwähnte, daß der Jubilar der erste Lautersteiner sei, der diese Ehrung erhält. Denn nicht nur langjährige Tätigkeit im Ehrenamt sei für diese Verleihung erforderlich, sondern die Arbeit müßte auch aufopfernd getan werden. Mit Erinnerungen aus alten Zeiten ging der Tag zu Ende. Zum Schluß kam noch der alte Wahlspruch vor Lukas Stippl: »Nicht rucken, nicht zucken, im rechten Moment abdrucken«.
Am Sonntag, dem 18. Dezember 1983 hält der Verein zum ersten Mal eine Nikolaus- und Weihnachtsfeier ab. Eingeladen wurde unter der Bemerkung: »Ein Großteil der Mitglieder sieht sich nur auf der Schießbahn. Wieso sollen wir uns nicht einmal zu einem gemütlichen Beisammensein treffen, bei dem wir die Kinder in den Mittelpunkt stellen wollen.« Für jedes Kind, das angemeldet wurde, war ein Päckchen bereitgestellt, daß durch den Nikolaus verteilt wurde. Der Unkostenbeitrag für die Eltern betrug je Kind DM 5,-.
Bei der Hauptversammlung am 10. März 1984 ging Anton Küchle darauf ein, daß der Verein seit der Wiedergründung 30 Jahre besteht. Bei dieser Hauptversammlung wurde angesprochen, daß es Pfarrer Straub nicht gerne sieht, wenn am Fronleichnamsfest mit dem Böller geschossen wird. Es wurde deshalb an den Vorsitzenden des Kirchengemeinderates am 19. März 1984 durch den Schriftführer folgendes geschrieben: »Böllerschießen am Fronleichnamsfest durch den Zimmerstutzenverein. Sehr geehrter Herr Mühleck, sicher ist Ihnen auch bekannt, daß es Herr Pfarrer Straub nicht gerne sieht wenn am Fronleichnamsfest durch den Zimmerstutzenverein e. V. mit dem Böller geschossen wird. Bei unserer diesjährigen Hauptversammlung mußten wir feststellen, daß unsere Mitglieder der Meinung sind: - daß die alte Tradition fortgeführt werden muß, - und deshalb ein Schießen mit dem Böller durch den Zimmerstutzenverein e. V. einfach zu den Feierlichkeiten gehört. Wir bitten Sie deshalb, diesen Punkt bei Ihrer nächsten Sitzung des Kirchengemeinderates anzusprechen und uns anschließend eine schriftliche Nachricht zukommen zu lassen. Für Ihre positive Entscheidung danken wir Ihnen schon heute.«
Der Kirchengemeinderat nahm mit Schreiben vom 1.04.1984 wie folgt Stellung: »Sehr geehrter Herr Wess, Ihr oben angeführtes Schreiben wurde bei der letzten Sitzung des Pfarrgemeinderates am 26.03.1984 wunschgemäß Herrn Pfarrer Straub und den Pfarrgemeinderäten von mir vorgetragen. Nach kurzer Besprechung wurde beschlossen, daß der Zimmerstutzenverein e. V. Weißenstein am Fronleichnamsfest in eigener Verantwortung mit dem Böller schießen darf. Gleichzeitig darf ich Sie und den ganzen Schützenverein im Namen des Pfarrgemeinderates recht herzlich zum Besuch des Gottesdienstes und der Prozession sowie zu der nachmittäglichen Veranstaltung der Pfarrgemeinde im Schenkgarten einladen. Mit freundlichem Gruß Anton Mühleck (2. Vorsitzender)«
Das Jahr 1985 hatte einen weniger schönen Beginn. Gleich in den ersten Stunden des neuen Jahres, am 1. Januar, verstarb im Alter von 82 Jahren der Ehren-Oberschützenmeister Lukas Stippl.
Bei der Ausschußsitzung am 4.02.1985 wurde beschlossen, daß eine Kette »Jugendschützenkönig« und eine Kette »Schützenkönig Pistole« angeschafft wird.

   
Bei der Hauptversammlung am 2. März 1985 gab Oberschützenmeister Anton Küchle wieder einen Rückblick über das vergangene Jahr. Traditionsgemäß begann das Jahr 1984 mit dem Spanferkelessen. Gleichzeitig wurde an diesem Tage erstmals die neue Biermarke ausgeschenkt. Zwischenzeitlich konnte festgestellt werden, daß der Brauereiwechsel kein Fehler war und die Schützenhausgäste mit der Biermarke sehr zufrieden sind. Mit dem Baubeginn der Schießanlage kann kurzfristig gerechnet werden. Die Pläne liegen gerade beim Wasserwirtschaftsamt zur Genehmigung. Josef Pröll erhielt bei dieser Hauptversammlung noch eine Geburtstagsscheibe überreicht. Diese Scheibe wäre bereits im vergangenen Jahr fällig gewesen. Durch einen Fehler beim Lieferanten wurde die Scheibe aber an das Nachschubbataillon 10 in Ellwangen/Jagst gesandt und ging erst kürzlich dem Verein zu.
Bei der Ausschußsitzung am 16.09.1985 konnte der Oberschützenmeister berichten, daß die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau vorliegt.
Bei der Hauptversammlung am 15. Februar 1986 konnte der Oberschützen meister Anton Küchle berichten, daß der Schützenverein der drittgrößte Verein innerhalb Lautersteins ist. Auf Grund alter Unterlagen wäre der Verein heute 450 Jahre alt, wenn nicht immer, bedingt durch Kriege usw., die Vereinstätigkeiten unterbrochen worden wären. Eine Anhebung des Jahresbeitrages war bei dieser Hauptversammlung unumgänglich, damit die Mittel des Landessportbundes zur Finanzierung des Bauvorhabens nicht gefährdet werden. Die Beitragserhöhung, DM 30,- bzw. DM 45,- für Ehepaare und DM 10,- für Jugendliche bis 18 Jahre, wurde von der Versammlung ohne Gegenstimme angenommen. Es wurde sogar deutlich zur Sprache gebracht, daß Weißensteiner Vereine bereits vor fünf Jahren DM 30,- an Jahresbeitrag verlangt haben.
Ein Jahr nach dem Tode des Ehrenoberschützenmeisters Lukas Stippl verlieren die Weißensteiner Schützen am 23. Februar 1986 ein weiteres aktives Mitglied. Im Protokoll ist folgendes vermerkt:  »Richard Bayer sen. Die Weißensteiner Schützen trauern um ihr langjähriges Vereinsmitglied Richard Bayer sen., der im Alter von 57 Jahren, 4 Tage nach seinem Geburtstag, für alle völlig unerwartet verstorben ist. In ihm verlieren nicht nur die Weißensteiner Schützen, sondern auch die anderen Vereine einen guten Kameraden. Richard Bayer, seit 1962 Mitglied des Zimmerstutzenvereins e. V. Weißenstein, war während dieser Zeit 20 Jahre in der Vorstandschaft des Vereins tätig. Während dieser Zeit übte er 14 Jahre das Amt des 2. Vorsitzenden und 8 Jahre das Amt des Schießleiters aus. Wenn im Verein eine Arbeit zu tun war, mit Richard Bayer konnte immer gerechnet werden. Das Schießen war sein ein und alles. Nicht nur dem Zimmerstutzenverein e. V. Weißenstein opferte er seine Freizeit und Arbeitskraft. Als Kreissportleiter des Kreises Hohenstaufen war er überregional im Bezirk und Land ebenfalls tätig. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.«
Bei der Hauptversammlung am 7 März 1987 konnte Siegfried Nuding, der zusammen mit Arno Fuchs die Kasse geprüft hatte, berichten, daß er bei der Kassenprüfung zum ersten Male fündig geworden sei. Durch einen Schreibfehler des Kassenverwalters hat sich dieser selbst um 50 Pfennig geschädigt und dadurch den Verein um diesen Betrag bereichert. Die beiden Kassenprüfer beschlossen noch während der Prüfung, über diesen Fehler großzügig hinwegzugehen. Bei der Hauptversammlung am 20. Februar 1988 berichtete Anton Küchle, daß der Schießbetrieb während des vergangenen Jahres durch den Umbau geruht hat. Am Dienstag, den 25.10.1988, erfolgte die letzte Bauabnahme durch das Landratsamt, so daß bereits mit Schreiben vom 30. Oktober die Vereine aus Lauterstein zum Vereinsschießen eingeladen werden konnten. Bereits am Samstag, den 19. November 1988, wird die Schießhalle für die erste größere Festveranstaltung beansprucht. Der Jahrgang 1948 aus Weißenstein trifft sich zu einem Klassentreffen.
Bei der Hauptversammlung am 11. Februar 1989 konnte Oberschützenmeister Anton Küchle berichten, daß rechtzeitig zum 90-jährigen Bestehen des Vereins die neue Schießanlage fertiggestellt wurde und die Einweihung für die Lautersteiner im Rahmen des KK-Schießens der Vereine, verbunden mit dem Königsschießen, durchgeführt wurde.

   
Die Baukosten für den Anbau der Schießhalle belaufen sich auf DM 400.000,-. Durch den Zuschuß der Gemeinde und des Sportbundes beläuft sich der Schuldenstand des Vereines im Rahmen des Möglichen.
Bei der Hauptversammlung am 16. Februar 1991 wurden die langjährigen verdienten Mitglieder Bernhard Nagel, Josef Pröll, Josef Richter und Johann Tengler zu Ehrenmitgliedern ernannt. Bernhard Nagel als Organisator der Wiedergründungsversammlung nach dem Kriege, am 8. November 1953, hat sich in seinen 38 Jahren der Vereinszugehörigkeit seit der Wiedergründung um das Schützenleben verdient gemacht. Ob es um den Bau des Schützenhauses oder um die Erweiterungsbauten ging, mit ihm konnte immer gerechnet werden. Auch heute noch ist er aktiv um das Vereinsleben bemüht. Bei Josef Pröll und Josef Richter kann das gleiche gesagt werden. Ohne ihre Mithilfe würde das Schützenhaus in der heutigen Form nicht dastehen. Ohne die Josefs wäre der Neubau der Schießhalle wahrscheinlich bis heute nicht beendet. Nicht nur beim Umbau des Schützenhauses haben sich beide verdient gemacht. Bei allen Bauvorhaben seit ihrer Vereinszugehörigkeit waren sie dabei. Johann Tengler, auch bereits seit der Wiedergründungsversammlung dabei; vom 22.11.1953 bis 15.01.1955 als Beisitzer, und vom 15.01.1955 bis 24.03.1973 als Kassenverwalter. 18 Jahre Kassenverwalter, bestimmt kein leichtes Amt für die damalige Zeit, wenn man berücksichtigt, daß Anfang 1960 bereits vom Schießhausbau gesprochen wurde und schließlich verwirklicht wurde. Auch nach 1973 blieb Johann Tengler dem Verein treu. Bei allen Bauvorhaben hat er tatkräftig zugelangt.
Im Mai 1991 fand als sportlicher Höhepunkt des Jahres etwas verspätet das Einweihungsschießen für die in den Jahren 1987/88 neu erstellte Schießhalle statt. Damit verbunden wurde das Gauschießen des Schützenkreises Hohenstaufen. Es beteiligten sich insgesamt 304 Schützen, womit man sehr zufrieden sein konnte. Wertvolle Preise wie z. B. ein Luftgewehr, eine Luftpistole, ein Mountainbike, ein Videorecorder, eine Bohrmaschine und vieles mehr waren zu gewinnen. Für diese Veranstaltung wurde vom Verein auch ein Teilermeßgerät für die Auswertung angeschafft.
Im Sommer 1991 beteiligte sich der Zimmerstutzenverein beim Stadtfest 600 Jahre Weißenstein. Im Vorfeld dieses Ereignisses kam es im Ausschuß zu lebhaften Diskussionen darüber, in welchem Rahmen sich der Verein beteiligen könnte. Auf die Aufstellung eines großen Zeltes mit entsprechender Bewirtung wurde dann doch verzichtet. Zum einen hätte man hier sehr viele Helfer benötigt (und die sind immer knapp). Zum anderen wäre es auch finanziell ein gewisses Risiko gewesen, zumal viele andere örtliche Vereine diesen Weg gingen. Also ließ man das sogenannte "Durstmobil" der Kaiser-Brauerei aus Geislingen kommen und beschränkte sich auf den Bierverkauf mit kleinen Vesperhäppchen. Beim Umzug vom früheren Bahnhof in Weißenstein bis ins »Städtle« unter dem Schloß wollte man aber etwas Besonderes bieten. Man wählte als Thema "die Jagd des Grafen und seiner erlauchten Gäste". Und so zog man in historischen Gewändern als wilde Horde durch die Straßen. Furchterregende Gestalten mit Armbrust, erlegtem Wild und zum Teil hoch zu Roß konnte man beim Umzug sehen. Bei den vielen Zuschauern aus nah und fern fand dieser Beitrag unseres Vereins großen Anklang.
Beim Bernhardusfest 1991 wurde ein Gedenkstein vor dem Schützenhaus enthüllt. Es handelt sich hierbei um einen großen Findling, der mit Erlaubnis des Grafen von Rechberg und Rothenlöwen aus dessen Wald geholt wurde. Zwei Bronzetafeln zieren den Gedenkstein. Eine davon zeigt das Wappen des Zimmerstutzenverein Weißenstein. Die andere ist eine Art Zeittafel mit den Aufschriften »750 Jahre Weißenstein« und »530 Jahre Weißensteiner Schützen«.  Bevor der Stein gesetzt wurde, hat man eine Kassette mit verschiedenen »Zeitzeugen« in der Erde versenkt. Dabei waren eine Tageszeitung (NWZ), eine Festschrift anläßlich des Einweihungsschießens 1991 sowie eine Gedenkmünze »Wiedervereinigung Deutschlands«.
Wie schon ein Jahr zuvor fand auch 1991 eine Baumpflanzaktion statt. Zu den bereits gepflanzten 16 Kastanien kamen diesmal fünf Nußbäume hinzu, die wiederum von Mitgliedern, örtlichen Vereinen und Freunden des Vereins gespendet wurden.

   
Der Vereinsausflug ging 1991 als Eintagesausflug in die Altweibermühle nach Tripstrill. Im Vorjahr war man im Rahmen eines Zweitagesausflugs nach Osttirol gefahren. Betrachtet man die Ziele in den achtziger Jahren, so wird klar, daß auch bei regelmäßigen Ausflugsteilnehmern keine Langeweile aufkommen konnte. Ziele von ein- oder zweitägigen Ausflügen waren z. B. Nürnberg, Belgien und Holland, das Pitztal, Bamberg, Coburg und die damalige DDR Grenze, Salzburg, das Elsaß, der Königssee, der Bodensee mit St. Gallen, Moskau, Leningrad, Prag, Budapest, Landrover-Safari Tunesien.
Beim KK-Schießen der örtlichen Vereine im Oktober siegte die Feuerwehr Degenfeld (453 Ringe), vor dem Stammtisch Bettschoner und der Feuerwehr Weißenstein. Paul Barth und Markus Weiler waren mit je 96 Ringen die besten Einzelschützen. Sportlicher Schlußpunkt war wie immer das Königsschießen. Es sei hier auf die Liste der Schützenkönige in dieser Festschrift verwiesen.
Am 21.12.1991 fand zum Abschluß des Jahres ein Kameradschaftsabend mit Weihnachtsfeier statt.
Das Jahr 1992 wurde traditionell vom Spanferkelessen am 6. Januar eröffnet. Die Schießhalle war voll besetzt und so konnte man wieder mehrere »Schweinchen« verkaufen.
Der Schützenfasching war leider schlecht besucht. Eine Woche nach dem Fasching war dann wie immer die Hauptversammlung. Hubert Ziller, der neben seinem Amt als 2. Vorstand seit zwei Jahren auch noch den Posten des Schießleiters innehatte, gab dieses Amt ab. Ein neuer Schießleiter konnte nicht gefunden werden.
Beim KK-Schießen der örtlichen Vereine im Mai 1992 gewann wie schon 1991 die Feuerwehr Degenfeld. Platz 2 ging an den Radsportclub vor dem Stammtisch Bettschoner auf Rang 3. Gerhard Ludwig erzielte dabei als bester Einzelschütze 97 Ringe.
Im Sommer 1992 fand zum zweitenmal das Lautersteiner Stadtfest unter Beteiligung der örtlichen Vereine statt. Zunächst hatte der Ausschuß beschlossen dieses Jahr ganz auf die Teilnahme zu verzichten. Dies auch vor dem Hintergrund, daß man nur wenige Tage später mit dem Bernhardusfest eine weitere Veranstaltung zu bewältigen hat. Vorstand Anton Küchle drängte jedoch darauf, daß man sich in irgendeiner Form beteiligen sollte. Er brachte deshalb den Vorschlag, daß man passend zum Schützenwesen mit einer Schießbude mitmachen könnte. Da er bereit war dies in Eigenverantwortung (auch bei einem evtl. Verlust) durchzuführen gab der Ausschuß seine Zustimmung.
1992 gab es im Wirtschaftsraum des Schützenhauses eine nicht zu übersehende Veränderung. Der Wunsch vieler Stammgäste und Schützen nach einem großen Stammtisch hatte sich erfüllt. Eine Spendenaktion hatte es ermöglicht das Prachtstück aufzustellen. Ein aufgemaltes Vereinswappen ziert den Tisch zusätzlich.
Ende August fand in der schönen Luftgewehr-Schießhalle zum zweiten Mal eine Hochzeit statt. Wie die folgenden Jahre zeigen sollten, war die Schießhalle nun immer öfter auch als Festhalle gefragt. Ob Geburtstage, Polterabende, Hochzeiten, Jahrgangstreffen oder Trauerfeierlichkeiten - die Halle wurde für Feste aller Art (bis ca. 180 Personen) genutzt. Die Entscheidung eine Halle zu bauen, die sowohl sportlich wie auch gesellschaftlich genutzt werden kann, so zeigte sich immer mehr, war absolut richtig gewesen. Als Einnahmequelle war dies auch für den Abbau der Bauschulden wichtig.
Im Jahr 1993 wurde zunächst der Bierpreis von 2,30 DM auf 2,50 DM erhöht. Auch die anderen Getränke mußten aufgrund von Preissteigerungen beim Einkauf verteuert werden. Dies war sicherlich nicht der Grund dafür, daß der Faschingsball nur sehr schwach besucht war. Im Gegensatz zur ersten Veranstaltung des Jahres (Spanferkelessen) war hier der Verdienst eher gering.

   
Die Hauptversammlung am 27.02.1993 war »lebhaft« und zeigte, daß es Kontroversen innerhalb des Vereins gab. Schriftführer Manfred Wess schilderte der Versammlung ausführlich seine Sicht der Dinge und brachte heftige Anschuldigungen gegen einige aktive Schützen vor. Die Versammlung endete mit der Ankündigung des Schriftführers, sein Amt ggf. zur Verfügung zu stellen, wenn die Dinge nicht in seinem Sinne geregelt werden. Nur wenige Tage später kam es in dieser Sache im Rahmen der nächsten Ausschußsitzung zu Auseinandersetzungen zwischen dem Schriftführer und anderen Ausschußmitgliedern. Zugleich auch als aktive Schützen machten diese deutlich, daß die Ausführungen des Schriftführers in der Hauptversammlung entschieden zurückgewiesen werden. Daraufhin stellte der Schriftführer im März dann sein Amt nach über 20 Jahren zur Verfügung.
In der Hauptversammlung war auch die Wiederbesetzung des Schießleiterpostens ein Problem. Vorstand Anton Küchle machte klar, daß man ohne Schießleiter nicht noch länger weitermachen könne. Otto Widmann und Hans Faltermaier erklärten sich schließlich bereit das Amt versuchsweise ein Jahr auszuüben. Auch der Posten des Schriftführers blieb nicht lange unbesetzt. Bereits im April konnte man die Geschäfte einem anderen langjährigen Mitglied übertragen. Helmut Nägele wurde vom Ausschuß einstimmig zunächst kommissarisch mit der Wahrnehmung der Aufgaben betraut. Damit konnte die Vereinsarbeit wieder geordnet fortgesetzt werden. 1994 wurde der neue Schriftführer dann auch offiziell von der Hauptversammlung gewählt.
In einer Festschrift sollte man im Rückblick auch an die bereits verstorbenen Schützenkameraden erinnern. Man kann nicht auf jeden im Einzelnen eingehen und dessen Leistungen entsprechend würdigen. Auch ist es nicht notwendig alle Namen aufzulisten. Einige wenige nur werden in dieser Festschrift erwähnt - und sie erinnern uns doch auch an all die anderen. Im April des Jahres wurde der Verein durch den Tod des langjährigen Mitgliedes Helmut Kierstein getroffen. In der Ausschußsitzung vorn 3. Mai 1993 führte der Vorstand hierzu aus: » ... jeder kennt seine Verdienste und so ist es heute nicht mehr angebracht, diese einzeln aufzuführen. Jeder weiß, daß er eine nicht zu schließende Lücke hinterläßt.« Weiter ist im Protokoll zu lesen, daß in dieser traurigen Stunde wieder ein großer Vereinszusammenhalt gezeigt wurde.
Zum ersten Mai erfolgte eine Maibaumaufstellung am Schützenhaus. Der Grundstücksnachbar Hugo Ölkuch gab wieder die Erlaubnis das »gute Stück« aus seinem Wald zu holen.
Im Mai fand auch das Tiroler Landesschießen statt. Bereits in den sechziger Jahren waren Schützen aus Weißenstein am Start. Seither finden immer wieder Schießsportbegeisterte den Weg nach Innsbruck zu diesem alle drei Jahre stattfindenden Großereignis. Die Tradition wurde fortgeführt und so fanden sich immerhin 10 Aktive aus Weißenstein unter den 1.005 Schützen. Manfred Nägele mit einem 27. Platz und Hans Faltermaier mit einem 30. Platz waren dabei recht erfolgreich. Auch die »besseren Hälften« der Schützen waren mitgereist und genauso wie die Schützen selbst begeistert vom Zweitagesausflug nach Tirol.
Beim KK-Schießen der örtlichen Vereine (aus Weißenstein, Nenningen und Degenfeld) wurde 1993 erstmals ein Personal-Computer eingesetzt. Auch im Schießsport hielt nun also diese Technik ihren Einzug. Nachdem alles gut abgewickelt werden konnte, war man sich darin einig, auch fortan mit dem PC zu arbeiten. Sieger wurde übrigens die Feuerwehr Degenfeld (457 Ringe von 500) vor dem Musikverein Weißenstein (446 Ringe) und den Campingfreunden Lauterstein (441 Ringe). Jürgen Stuhr und Manfred Nägele erzielten mit 96 Ringen das höchste Einzelergebnis.
Im Juni gab es Aufregung in einer Ausschußsitzung. Ein Mitglied war der Ansicht, daß Ausschußsitzungen öffentlich seien und erschien zur Sitzung. Daraufhin waren die Ausschußmitglieder nicht mehr bereit die Sitzung fortzuführen. Die Frage der Öffentlichkeit wurde übrigens in der nächsten Hauptversammlung 1994 endgültig geklärt. Es blieb dabei, Ausschußsitzungen sind nichtöffentlich.

   
Am 26. Juni fand ein Kameradschaftsabend im Schützenhaus statt. Der Schießleiter Otto Widmann fungierte als Grillmeister und sorgte für das leibliche Wohl. Auch der Schießsport kam natürlich nicht zu kurz. Im Gemeindemitteilungsblatt vom 16. Juli 1993 heißt es hierzu: »Um völlig gleiche Wettkampfbedingungen zu schaffen wurde das älteste verfügbare Gewehr aus dem Tresor geholt und jeder erhielt zwei Schuß.« Ziel war übrigens die Hochzeitsscheibe von Manfred und Andrea Nägele - Gewinner war Erich Kierstein. Dieser kündigte zur Freude seiner Kameraden spontan eine Freirunde auf seinen Sieg an.
Beim Stadtfest war man wieder mit einer Schießbude vertreten. Im August wurde im Anschluß an die Prozession auf den »Bernhardus« auch im Schützenhaus ein Bernhardusfest abgehalten. Mit Jägerschnitzel und Schweinebraten wurden viele hungrige Wanderer bestens verköstigt.
Der Jugendausflug 1993 führte nach Freudenstadt, der Ausflug des Gesamtvereins nach Bad Irsee und München, wo man einen gemütlichen Abend mit den Kameraden des Schützenvereins Blau-Weiß München verbrachte.
Zur Jahreswende 1993/94 gab es dann erstmals auch eine Silvesterfeier im Schützenhaus. 35 Gäste fanden sich ein um gemeinsam die Sektkorken knallen zu lassen. Zum kalten Buffet der örtlichen Metzgerei Schielein gab es echtes Holzofenbrot aus Weiler i. d. B.
Am Beginn des Jahres 1994 zunächst ein Blick auf die Mitgliederstatistik. Der Zimmerstutzenverein hat zu diesem Zeitpunkt insgesamt 233 Mitglieder. 80% davon sind Männer, 20% Frauen. Aus Weißenstein kommen 91 Mitglieder (39%), aus Nenningen 41 Mitglieder (18%), aus Degenfeld 20 Mitglieder (9%) und aus anderen Orten 81 Mitglieder (34%).
Im Januar begann das Jahr gleich mit zwei großen Ereignissen. Zum ersten wieder mit dem Spanferkelessen. Am 15. Januar 1994 war der Zimmerstutzenverein dann Gastgeber für den jährlich stattfindenden Kreisschützentag. Hierfür zog man allerdings in die größere Halles des Turnvereins Weißenstein um. Kreisoberschützenmeister Leonhard Gröner leitete einen harmonischen und gut vorbereiteten Schützentag. Bei den Ehrungen waren auch wieder Mitglieder unseres Vereins dabei. Das Ehrenzeichen in Bronze des Schützenkreises erhielten Johann Tengler jun., Albert Weiler und Otto Widmann. Das Ehrenzeichen in Silber erhielten Anton Küchle und Hubert Ziller. Zudem wurden Anton Küchle und Walter Nägele mit dem Ehrenzeichen in Silber des Württembergischen Landessportbundes geehrt.
Der Faschingsball als nächstes größeres Ereignis wurde 1994 nicht in der großen Schießhalle sondern im Wirtschaftsraum selbst abgehalten. Man war der Ansicht, daß die Stimmung besser ist, gerade wenn die Besucherzahl nicht besonders hoch ist.
In der Ausschußsitzung am 7. März 1994 wurde festgestellt, daß es bei Rundenwettkämpfen sehr störend ist, wenn an einem anderen Stand zur gleichen Zeit Großkaliber geschossen wird. Man einigte sich deshalb auf ein Schießverbot für derartige Waffen, wenn Wettkämpfe laufen. Hinsichtlich von Rundenwettkämpfen sei an dieser Stelle auf die Besten-Listen in dieser Festschrift verwiesen. Der Dank des Vereins gilt aber nicht nur den Besten, sondern allen Schützen, die den Zimmerstutzenverein bei Rundenwettkämpfen vertreten.
In der Hauptversammlung 1994 lag der Schwerpunkt auf der Verabschiedung einer neuen Satzung. Dies war notwendig geworden, weil die alte Satzung unvollständig war und in vielen Teilen nicht mehr den Anforderungen entsprach. Der neue Entwurf wurde in Vorprüfungen vom Finanzamt und vom Amtsgericht gutgeheißen. Mit geringfügigen Änderungen wurde die Satzung schließlich einstimmig beschlossen. Auch eine Beitragserhöhung von 36,- auf 42,- DM wurde beschlossen. Für 40jährige Vereinszugehörigkeit und damit praktisch als Gründungsmitglieder (Wiedergründungsversammlung November 1953) wurden geehrt: Bertele, Hermann - Bihlmayer, Josef - Bölstler, Georg - Gelmar, Josef - Herzer, Wunibald - Kapinus, Franz - Maichel, Philipp sen. - Maichel, Wendelin - Müller, Josef und Schömbucher, Hermann.

   
Am KK-Schießen der Vereine gab es eine Rekordbeteiligung. 27 Mannschaften waren diesmal am Start, davon vier Damenmannschaften. Es gewann diesmal der Campingclub ringgleich vor der Feuerwehr Degenfeld und der Feuerwehr Nenningen. Bei den Damen war die Mannschaft der Feuerwehr Nenningen siegreich. Mit Jürgen Stuhr, Willy Kowalski und Helmut Grupp brachten es drei Schützen auf die Bestleistung von 96 Ringen.
Am 9. Juli wurde von Schießleiter Gerd Wollinger ein Sachkundelehrgang vorbereitet. Sieben Schützen, die einen Antrag auf Waffenbesitzkarten gestellt hatten, beteiligten sich an diesem Lehrgang.
Beim Bernhardustag am 20. August 1994 wurde diesmal »Schützengulasch« mit Spätzle und Salat angeboten.
Im September fand ein Zweitagesausflug nach Bayern statt (Garmisch, Lenggries, Tegernsee u. a.).
Im November war der Zimmerstutzenverein Gastgeber des Messelsteingauschießens der Vereine aus Weißenstein, Donzdorf, Reichenbach, Ottenbach, Wißgoldingen und Rechberg. Insgesamt konnte man 101 Teilnehmer verzeichnen. Manfred Nägele konnte dabei den Wanderpokal des Messelsteingaus gewinnen. Helmut Nägele siegte beim Preisschießen mit der Sportpistole.
Eine Silvesterfeier wie im Vorjahr gab es zu Abschluß des Jahres nicht, da das Interesse zu gering war.
Für das Spanferkelessen 1995 wurden diesmal vier Ferkel und 400 Wecken bestellt (und auch verkauft).
Am 6. Februar beschloß der Ausschuß die Anschaffung einer Industriespülmaschine vom Typ Winterhalter. Die bisherige Haushaltsspülmaschine hatte schon viele Jahre »auf dem Buckel« und war zudem den Anforderungen bei Festen nicht mehr gewachsen. Der Preis für die neue Maschine lag bei über 7.000,-DM. Ebenfalls in dieser Sitzung wurden die Bedingungen für die Vergabe der Halle für Feste neu festgelegt.
Der Faschingsball 1995 wurde aufgrund der schwachen Besucherzahlen in den Vorjahren nur noch als Kappensitzung durchgeführt.
Bei der Hauptversammlung 1995 wurde Anton Küchle in seinem Amt als 1. Vorstand bestätigt. Er steht seit 1979 an der Spitze des Vereins. Ebenfalls wiedergewählt wurde Walter Nägele als Kassier, der dieses Amt bereits seit 1973 ausübt. Neben der Wiederwahl verschiedener Ausschußmitglieder gab es auch einen Wechsel beim Schießleiter. Für den aus beruflichen Gründen ausscheidenden Gerd Wollinger wurde Manfred Nägele gewählt. Bei den Ehrungen wurde Anton König für 40jährige Mitgliedschaft die Ehrennadel mit goldenem Kranz verliehen. An der Hauptversammlung nahmen 43 Mitglieder teil.
Bei den Kreismeisterschaften konnte Andreas Maichel mit der Sportpistole in der Juniorenklasse den hervorragenden 2. Platz belegen. Auch bei den Bezirksmeisterschaften war er mit einem 5. Platz sehr erfolgreich und konnte sich als einziger Weißensteiner für die Landesmeisterschaften qualifizieren.
Beim Messelsteingauschießen belegte Willy Kowalski den 2. Platz auf die Sachpreise, Walter Nägele wurde zweiter beim Wanderpokal. Auf die Schützenkette kamen gleich drei Weißensteiner Schützen mit 139 von 150 Ringen gemeinsam auf den 6. Platz.
Im Mai 1995 fand eine Überprüfung unserer Schießstandanlagen durch das Landratsamt Göppingen statt. Die Anlagen waren in einem sehr guten Zustand, so daß nur Kleinigkeiten beanstandet wurden.

   
Beim KK-Schießen der Vereine waren 157 Starter aus 23 Mannschaften am Start. Und davon immerhin 34 Frauen. Es siegte die Feuerwehr Degenfeld bei den Männern und die Feuerwehr Nenningen bei den Damen. Das immer mit dem KK-Schießen stattfindende Luftgewehr-Preisschießen gewann Claus Maichel mit einem 27,0 Teiler.
Beim Bezirksschießen in Hattenhofen erreichte Willy Kowalski unter insgesamt 510 Schützen mit dem 29. Platz das beste Ergebnis eines Weißensteiners.
Im Mai gab es dann zwei traurige Anlässe. Zunächst fand die Beerdigung unseres Wiedergründungsmitgliedes und gleichzeitig ältesten Mitgliedes (geb. 1908) Philipp Maichel sen. statt. Wegen Verhinderung des 1. Vorstandes wurde die Grabrede vom 2. Vorstand Hubert Ziller gehalten. Albert Weiler schoß mit dem Böller. Am 24. Mai fand die Beerdigung des langjährigen Kreisoberschützenmeisters Leonhard Gröner statt. Unter den vielen anwesenden Fahnenabordnungen war auch der Zimmerstutzenverein, um dem Schützenkameraden die letzte Ehre zu erweisen.
Der nächste Einsatz unserer Fahnenabordnung fand wie jedes Jahr bei der Fronleichnamsprozession in Weißenstein statt.
Der zweitägige Ausflug im Juni ging an den Chiemsee. Dabei wurde auch ein kleines Vergleichsschießen gegen die Schützenfreunde aus Eichet-Bernau durchgeführt. Unsere Luftgewehrschützen waren zu stark für den Gegner, der sich dafür aber bei den Luftpistolenschützen behauptete. Am nächsten Tag ging es mit Stationen am Tegernsee und beim Kloster Andechs wieder heimwärts. Die 42 Ausflugsteilnehmer waren allesamt begeistert (obwohl einem Mitglied am Tegernsee der Fotoapparat gestohlen wurde).
Beim Stadtfest war man wieder mit der Schießbude beteiligt und am. Bernhardustag wurden diesmal rund 100 Portionen Maultaschen verkauft. Auch die Bernhardusscheibe wurde wieder herausgeschossen.
Beim Kameradschaftsabend im August 1995 wurde die Geburtstagsscheibe von Heini Kauderer anläßlich seines 50. Geburtstages herausgeschossen. Auf besonderen Wunsch wurde dies mit dem KK-Gewehr und Ringwertung gemacht, da kein »Glücksschütze« gewinnen sollte. Der »Könner«, der gewonnen hat, war schließlich sein Sohn Andreas Kauderer mit 95 Ringen.
Am 25. Oktober 1995 fand ein Beratungsgespräch durch das Landeskriminalamt statt. Es ging dabei um die sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition. Dem Zimmerstutzenverein wurde dabei bestätigt, daß die bereits getroffenen Maßnahmen (Aufbewahrung in Waffentresoren) absolut ausreichend sind. Noch etwas anderes zum Thema Waffen - die notwendige Bescheinigung des Vereins für eine Waffenbesitzkarte erhält nur derjenige, der mindestens ein Jahr lang Mitglied ist und ebenso lange aktiv am Schießbetrieb teilnimmt. Es hat sich hier als sinnvoll erwiesen, nicht jedem »Neuling« sofort eine Bescheinigung auszustellen. Daß diese Regelung vom Ausschuß in den letzten Jahren konsequent angewandt wurde, zeigt das Protokoll vom 4. Dezember 1995. Hier heißt es wörtlich über einen Antragsteller: »Er sitzt des öfteren am Stammtisch und nimmt kein Gewehr in die Hand. Es wird keine Möglichkeit gesehen die Bescheinigung auszustellen.«
Am 4. Dezember 19 9 5 wurde wie schon des öfteren in einer Ausschußsitzung das Problem des Wirtschaftsdienstes angesprochen. Da immer weniger freiwillige Wirte zu finden sind, ist der Betrieb kaum mehr aufrechtzuerhalten. Das Schützenhaus Weißenstein ist übrigens seit vielen Jahren immer Freitag abends ab 19.30 Uhr sowie Sonntags von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr und ab 14.00 Uhr geöffnet. Spezialität sind die knusprigen »Göckel« am Freitagabend (Voranmeldung erforderlich). Aufgrund eines schon älteren Beschlusses wird das Schützenhaus im übrigen bei örtlichen Festen in Weißenstein Sonntagmittags geschlossen. Man möchte damit seine Verbundenheit zu den anderen Vereinen zeigen und die Mitglieder gleichsam auffordern zu diesen Festen zu gehen.

   
Im Protokoll vom 8. Januar 1996 ist zu lesen: »Die Sitzung beginnt mit einem zünftigen Abendessen. Anne Kierstein hat die vom Spanferkelessen übrigen Koteletts mit Zwiebeln angebraten. Dazu gibt es Sauerkraut und Wasserwecken.«
Der Faschingsball wurde wiederum nur als Kappensitzung durchgeführt. Wie auch sonst Freitagabends gab es »Göckel«.
In der Hauptversammlung 1996 wurde beschlossen, alle aktiven Schützen zum Wirtschaftsdienst zu verpflichten (mind. zweimal im Jahr). Der Ausschuß wurde beauftragt, den Beschluß umzusetzen und entsprechende Detailregelungen zu treffen. Da freiwillige Appelle kaum Wirkung gezeigt hatten, sprach sich die Hauptversammlung dafür aus diesen Weg zu gehen. Es nahmen übrigens 41 Mitglieder teil. Am 5. Februar 1996 war der Chef der Kaiser-Brauerei Geislingen, Herr Ulrich Kumpf, in einer Ausschußsitzung anwesend. Der Biervertrag mit der Brauerei war ausgelaufen. Es wurde in der Sitzung festgestellt, daß man nun seit 12 Jahren gut mit der Kaiser-Brauerei zusammenarbeitet. Als eine der ersten Wirtschaften im Lautertal hatte man damals den Wechsel vom Dinkelacker aufs Kaiser-Bier vollzogen. Es wurde nun beschlossen für weitere fünf Jahre dieser Biermarke treu zu bleiben. Herr Kumpf sagte eine entsprechend großzügige Spende zu. Der Termin für eine Brauereibesichtigung wurde dabei auch gleich festgelegt (11. März 1996). Der Bierverbrauch im Schützenhaus liegt übrigens bei rund 40 Hektoliter im Jahr.
Bei den Kreismeisterschaften konnte Nathalie Schelken sowohl mit dem Luftgewehr wie auch mit dem KK-Gewehr einen 3. Platz in der Jugendklasse erreichen. Noch besser war Andreas Maichel mit der Luftpistole. Er wurde zweiter in der Juniorenklasse. Bei den Bezirksmeisterschaften erreichte Nathalie Schelken ebenfalls den 2. Platz mit dem KK-Gewehr, Andreas Maichel wurde sechster mit der Luftpistole.
Am 1. April 1996 wurde in einer Sondersitzung unter Beteiligung der Betroffenen ein Konzept zur Aufrechterhaltung des Wirtschaftsdienstes ausgearbeitet. Es konnte dann eine neue Wirtsliste erstellt werden, bei der die Arbeit auf wesentlich mehr Schultern als vorher verteilt wurde.
Beim KK-Schießen der Vereine schoß das passive Mitglied Gerhard Richter aus Degenfeld mit 97 Ringen das höchste Ergebnis. Bei den Mannschaften gab es einen Doppelsieg für die Feuerwehr Nenningen.
Am Tiroler Landesschießen in Innsbruck nahmen wie schon 1993 auch dieses Mal einige Weißensteiner Schützen teil.
Der Schützenausflug führte 1996 in den Bayrischen Wald. Leider ließ die Beteiligung mit insgesamt 25 Personen sehr zu wünschen übrig. Die Bewirtungsprobleme zu den normalen Öffnungszeiten konnten zwar gelöst werden, es blieb aber weiterhin das Problem hinsichtlich der Bewirtung von Festen. Eine Diskussion im Ausschuß am 3. Juni machte deutlich, daß man ggf. nicht mehr so viele Veranstaltungen annehmen kann, wenn keine Helfer zur Verfügung stehen.
In der Ausschußsitzung am 1. Juli 1996 wurde beschlossen, in diesem Jahr am Bernhardustag nicht zu öffnen. Da der 20. August ein Dienstag ist, war man der Ansicht, daß zum einen weniger Gäste kommen werden und es zum anderen auch schwieriger sein wird genügend Helfer zu finden. Weiter wurde in der Sitzung auch angesprochen ggf. das Schützenhaus Sonntagmittags im Sommer zu schließen, da hier meist nur wenige Gäste kommen. Das Thema wurde kontrovers diskutiert, man konnte sich aber noch nicht zu einem Beschluß durchringen.
Am 13. Juli 1996 nahm die Fahnenabordnung am Festumzug in Nenningen anläßlich des 100jährigen Jubiläums des TV Nenningen teil.
Beim Stadtfest war man wieder mit einer Schießbude vertreten. Im September begannen wie immer die Rundenwettkämpfe für die aktiven Schützen. Weißenstein startete mit drei Luftgewehr-, einer Luftpistolen- und einer Sportpistolenmannschaft. Bei der Kleinkaliber-Sommerrunde hatte Weißenstein 1996 drei Mannschaften gestellt.

   
Im Oktober übernahm Weißenstein das Messelsteingauschießen für die Pistolenschützen, da die Rechberger als Veranstalter keinen Pistolenschießstand hatten.
Am Volkstrauertag im November war die Fahnenabordnung wie immer bei der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal in Weißenstein mit dabei.
Am 2. Dezember 1996 fand die monatliche Ausschußsitzung nicht wie gewohnt im Schützenhaus statt. Der 1. Vorstand Anton Küchle hatte ein Gipsbein, so daß man die Sitzung in Nenningen in seiner Wohnung abhielt.
Ebenfalls in dieser Sitzung wurde über den nächsten Schützenausflug gesprochen. Zuletzt war die Beteiligung hier doch sehr schwach. Anna Kierstein machte deshalb den Vorschlag, den Ausflug gemeinsam mit dem katholischen Frauenbund durchzuführen. Diesem Vorschlag wurde einstimmig zugestimmt.
1996 fanden übrigens 24 Sonderveranstaltungen im Schützenhaus statt (neben den normalen Öffnungszeiten). Bei dieser Zahl wird klar, warum das Thema »Helfer« in fast jeder Ausschußsitzung angesprochen wurde. Es wurden außerdem 11 Ausschußsitzungen und eine Sondersitzung abgehalten. Dabei wurden 114 Punkte behandelt. Die Protokolle umfassen insgesamt 38 Seiten. Seit der Übernahme des Schriftführerpostens durch Helmut Nägele 1993 wurden die Sitzungen ständig protokolliert sowie vom Vorstand und dem Schriftführer unterzeichnet. Außerdem erhält seither jedes Ausschußmitglied Kopien der jeweiligen Protokolle. Für die Zusammenarbeit im Ausschuß hat sich dies gut bewährt.
Beim Spanferkelessen brachte man es 1997 auf fünf verkaufte Ferkel, 100 kg Kraut und 370 Wecken. Diese Veranstaltung läuft nun schon seit Jahren hervorragend und zieht auch Gäste »von außerhalb« an.
In der Hauptversammlung (47 Teilnehmer) konnte Schießleiter Manfred Nägele von ganz außerordentlichen Erfolgen berichten. Die erste Luftgewehrmannschaft hatte nach 11 Jahren erstmals wieder die Meisterschaft in der höchsten Kreisklasse A errungen. Eine weitere Meisterschaft hatte die Luftpistolenmannschaft in der Kreisklasse B errungen und stand damit als Aufsteiger in die A-Klasse fest. Peter Geier konnte dabei sogar den Sieg in der Einzelwertung erkämpfen. Weiter kam die Sportpistolenmannschaft auf Rang 2 und schaffte ebenfalls den Aufstieg in die Kreisklasse A. Die erste Kleinkalibermannschaft belegte in der letzten Sommerrunde Platz 4 in der Kreisklasse. Ebenfalls Platz 4 konnte die zweite Luftgewehrmannschaft in der Kreisklasse B erringen. Der Schießleiter stellte fest, daß neben dem Trainingsfleiß der Schützen auch die hervorragenden Schießanlagen und die gute Kameradschaft unter den aktiven Schützen zu diesen Erfolgen beigetragen haben.
Im Mai 1997 feierte der Schützenverein aus Straßdorf sein 100-jähriges Jubiläum. Da unser Verein Patenverein der Straßdorfer ist, wurde ein Wanderpokal und ein Zinnteller mit entsprechender Gravur gespendet. Außerdem war eine Fahnenabordnung zunächst beim Gottesdienst und dann auch beim großen Festumzug dabei.
Im Juni fand ein eintägiger Schützenausflug ins Hohenlohische statt. Einen Schwerpunkt bildete der Besuch von Rothenburg ob der Tauber.
Beim Stadtfest im Juli schoß Albert Weiler zur Eröffnung mit dem Böller. An der Schießbude war reger Betrieb und am Ende war sie »leergeschossen«.

   
Ein großes Thema war 1997 bereits die Gestaltung des im Jahr 1998 anstehenden 100-jährigen Jubiläums des Zimmerstutzenverein Weißenstein. Im Ausschuß und am Stammtisch wurde dieses Thema immer wieder lebhaft diskutiert. Manche waren der Meinung, daß man bei einem solchen Jubiläum ein großes Festwochenende machen sollte. Andere waren dafür, daß man in einem kleineren Rahmen z. B. mit einer Art Festbankett feiern könnte. Da die Ansichten hierzu stark auseinander gingen, beraumte der Ausschuß eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 29. November zu diesem Termin an. Man wollte allen die Möglichkeit geben in dieser Sache mitzuentscheiden. 45 Mitglieder waren dann in dieser Mitgliederversammlung anwesend. Nach kontroverser Diskussion wurde schließlich beschlossen, das Jubiläum in kleinerem Rahmen als Festbankett durchzuführen. Auch eine Festschrift und ein größeres Preisschießen sollten gemacht werden. Den Ausschlag gab, daß ein großes Fest einen entsprechend großen Aufwand mit finanziellem Risiko bedeutet hätte. Außerdem hätten dann wiederum diejenigen arbeiten müssen, die ohnehin das ganze Jahr für ihren Verein tätig sind. Genau diese Mitglieder sollten aber auch einmal etwas vom Jubiläum haben.
In der außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde als einziger weitere Punkt die Wahl eines neuen Schießleiters durchgeführt. Manfred Nägel stellte aus familiären Gründen seinen Posten zur Verfügung. Er hatte sich aber selbst nach einem geeigneten Bewerber umgesehen und diesen auch gefunden. Die Mitgliederversammlung sah dies ebenso und wählte deshalb Claus Maichel einstimmig zum neuen Schießleiter.
Das Jubiläumsjahr 1998 begann wieder mit einem sehr gut besuchten Spanferkelessen. Einen Faschingsball gab es wie schon im vergangenen Jahr nicht.
Die reguläre Hauptversammlung 1998 folgte dann wie immer eine Woche nach Fasching. Vorstand Anton Küchle führte, aus, daß die Arbeit in diesen Jahr natürlich vor allem auf das Jubiläum ausgerichtet ist. Der Bericht des Kassiers Walter Nägele zeigte auf, daß die Finanzen des Vereins in Ordnung sind und die Schulden weiter abgebaut werden konnten.
Der neue Schießleiter Claus Maichel konnte berichten, daß es der ersten Luftgewehrmannschaft gelungen ist ihren Titel in der Kreisklasse A zu verteidigen. Und dies mit Leistungen, wie sie bislang noch nie erzielt wurden. Der Vereinsrekord wurde zum ersten Mal über die 1.500 Ringe-Marke auf 1.526 Ringe gesteigert. Der Schnitt über die sechs Wettkämpfe hinweg wurde gegenüber dem Meisterjahr 1996/97 von 1.466 Ringen auf 1.493 Ringe angehoben. Auch in der Einzelwertung gab es mit Klaus Bayer auf Rang 2 und Harald Boser auf Rang 5 hervorragende Ergebnisse. Die erste Kleinkalibermannschaft konnte in der letztjährigen Sommerrunde den sehr guten 3. Platz in der Kreisklasse belegen. Manfred Nägele war hier mit einem 5. Rang in der Einzelwertung bester Mannschaftsschütze. Mit einem kräftigen Applaus honorierte die Hauptversammlung diese Leistungen unserer Schützen.
Im Mai fand wieder das KK-Schießen der Vereine statt. Sieger wurde der Stammtisch Bettschoner. Das beste Einzelergebnis erzielte der aktive Schütze Hans Faltermaier, der für die außer Konkurrenz schießende 1. Mannschaft des Zimmerstutzenvereins 97 Ringe schoß.

   
Die Schützenkönige seit 1962 – Luftgewehr:
1997 Kauderer, Andreas 155,1 Teiler
1996 Ziller, Hubert 216,0 Teiler
1995 Knoblauch, Dieter 150,0 Teiler
1994 Maichel, Claus 86,0 Teiler
1993 Stuhr, Jürgen 219,9 Teiler
1992 Boser, Harald 88,9 Teiler
1991 Boser, Harald 126,5 Teiler
1990 Boser, Harald 53,0 Teiler
1989 Ziller, Bernhard 286,0 Teiler
1988 Nägele,Walter 150,1 Teiler
1987 kein Schießen wegen Standneubau
1986 kein Schießen wegen Standneubau
1985 Bayer, Klaus 95 Ringe
1984 Tengler, Johann 94 Ringe
1983 Kaiser, Dieter 94 Ringe
1982 Kaiser, Dieter 97 Ringe
1981 Wess, Manfred 95 Ringe
1980 Nägele,Walter 95 Ringe
1979 Bayer, Maus 96 Ringe
1978 Bayer, Richard 92 Ringe
1977 Nagel, Bernhard 93 Ringe
1976 Kauderer, Heini 91 Ringe
1975 Donnert, Bernd 91 Ringe
1974 Nägele,Walter 93 Ringe
1973 Nagel, Bernhard 92 Ringe
1972 Nägele,Walter 92 Ringe
1971 Krauss, Josef 90 Ringe
1970 Nägele,Walter 89 Ringe
1969 Maichel, Alfons 94 Ringe
1968 Wess, Manfred 93 Ringe
1967 Nagel, Bernhard 94 Ringe
1966 Gruber, Hans 93 Ringe
1965 Tengler, Johann jun. 95 Ringe
1964 Wess, Manfred 91 Ringe
1963 Warnsler, Bernd 1070 Teiler
1962 Nuding, Bernhard 89 Ringe
1962 Schützenhaus-Einweihung

Die Vorsitzenden seit 1898:
1898 - 1910 Alphons Nägele
1910 - 1923 August Veit
1923 - 1933 Thomas Geiger Stadtpfleger
1953 - 1957 Eduard Gualdi
1957 - 1979 Lukas Stippel
1979 - heute Anton Küchle



Zimmerstutzenverein e.V Weißenstein
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